PSA waschen lassen in der Spezial-Wäscherei.
Fehlen Ihnen Platz und Ressourcen, um die Reinigung und Dekontamination der PSA auf der Feuerwache selbst durchzuführen? Dann brauchen Sie einen Partner, auf dessen Qualität und Sorgfalt Sie sich verlassen können.
So hoch die Ansprüche im Einsatz, so hoch die Anforderungen an die professionelle Reinigung der PSA.
Wir zeigen Ihnen, woran Sie erkennen können, ob eine Spezial-Wäscherei hält, was sie verspricht: eine fachgerechte und schonende Wäsche, damit gesundheitsschädliche Verunreinigung auf der Feuerwehrkleidung zuverlässig entfernt und das Material geschont wird.
Spezial-Wäscherei für Feuerwehren:
Wäschereien für den Feuerwehrbedarf verfügen über die gleichen Systeme wie Feuerwachen, die sich selbst Geräte zur fachgerechten, schonenden Textilpflege anschaffen. Hier, wo Reinigung und Trocknung zentral organisiert wird, ist nur alles größer.
Mit dieser Ausstattung nehmen Wäschereien Feuerwachen entweder die komplette PSA-Pflege ab oder sie unterstützen Feuerwehren punktuell: Auch Feuerwachen mit eigener Infrastruktur geben Problemfälle manchmal gerne an die Profis, z.B. nach dem Kontakt mit Asbest.

DIE EINSATZSTELLENHYGIENE
Für die ersten Schritte nach dem Einsatz ist es egal, wo anschließend die PSA in die Wäsche geht. Eine gut durchdachte Einsatzstellenhygiene ist das A und O, damit Kontaminationen aus dem Löscheinsatz nicht verschleppt werden.
Ob Ruß, der sich auf Anzug, Helm und Co niederschlägt, oder Stoffe, die als giftige Dämpfe freigesetzt wurden – giftige Gase, Substanzen und Flüssigkeiten dürfen nicht in Kontakt mit der Haut oder sauberer Kleidung geraten. Deshalb muss die PSA direkt am Einsatzort ausgezogen werden.

Dekontaminierte Kleidung sicher ablegen in 10 Schritte
Wäschereien, die sich dank der Ausstattung mit einem Absaugtisch vor Kontaminationen schützen können, bieten die Vorbereitung der Wäsche mit an. Dann können Sie die kontaminierte Kleidung direkt in Säcke packen.
Andernfalls bereiten Sie jedes Ausrüstungsstück direkt am Einsatzort vor, bevor es verpackt wird:
Taschen
kontrollieren

Karabiner und Schilder abnehmen

Klettverschlüsse
schließen

Weitenverstellungen auf „weit“ stellen


SO KOMMT DIE PSA IN DIE WÄSCHEREI
Die diffunsionsdicht verpackte Schutzbekleidung bekommt noch einen Infozettel zur Einsatzlage und Kontamination. Dann wird sie entweder von der Wäscherei abgeholt, von Ihnen gebracht oder mit der Post verschickt. Letzteres kann insbesondere bei Härtefällen wie Asbestkontamination sinnvoll sein, um auch weite Wege zu den Profis zu überbrücken.
Die Verantwortung für den Pflegeprozess liegt nun bei der Wäscherei. Bis alle Ausrüstungsbestandteile gereinigt, getrocknet, ggf. auch imprägniert oder repariert zurückkommen, muss die Feuerwache auf genügend Ersatz zurückgreifen können. Sie brauchen genug Poolkleidung oder Leihware von der Wäscherei.

WIE SUCHEN SIE DIE RICHTIGE WÄSCHEREI FÜR IHRE FEUERWACHE AUS?
Nehmen Sie sich genug Zeit, um herauszufinden, ob die Wäscherei der richtige Partner ist.
Hat die Wäscherei ein zertifiziertes Verfahren, das vom Waschen über Imprägnierung, Dekontamination und Desinfektion bis hin zur schonenden Trocknung reicht – und dabei die PSA zuverlässig reinigt sowie das Material schützt?

Hat die Spezial-Wäscherei Expertise zu den unterschiedlichen Kontaminationen, die nach dem Einsatz die Ausrüstung belasten können?

Worauf Sie achten sollten:

Waschprozess
Effektiv und schonend! Lassen Sie sich bei einem Vor-Ort-Termin zeigen, auf welche Technik die Wäscherei setzt. Notwendig ist eine spezifisch programmierte Waschschleudermaschine mit ausgefeilten Waschprogrammen, die PSA zuverlässig von gesundheitsschädlichen Verunreinigungen befreien, dabei aber das Material schonen. Damit z.B. Leuchtstreifen ihre Leucht- und Klettverschlüsse ihre Haftkraft behalten, muss jede unnötige Belastung im Waschprozess vermieden werden.

Imprägnierung
Neben der Entfernung von Schmutz, Ruß und giftigen Stoffen erfolgt im Waschprozess, sofern nötig, auch die Nachimprägnierung. Die Grundimprägnierung durch den PSA-Hersteller baut sich durch die Belastung im Einsatz sowie durch den Kontakt mit Schaummitteln sukzessive ab. Wenn die Barrierefunktion nicht mehr ausreicht, muss nachimprägniert werden.
Wie wird entschieden, ob die Nachimprägnierung notwendig ist?
Imprägnierung ist für Ihre Sicherheit im Feuerwehreinsatz essentiell. Für Böden und Gewässer ist jedoch jede erneute Beschichtung belastend, denn diese kommt nicht ohne Fluorcarbonharz-Verbindungen aus. Kein anderes Imprägniermittel weist zuverlässig gleichzeitig Wasser, Öl, Schmutz und Chemikalien ab. Da Fluorcarbonharze sich nur sehr langsam abbauen, braucht die Wäscherei ein gutes System, wie sie die Imprägnierstärke überprüft und entscheiden kann, ob die Nachimprägnierung nötig ist. Fragen Sie danach!
Welches Imprägnierverfahren wird gewählt?
Zu einem sparsamen Umgang mit Fluorcarbonharzen gehört die richtige Imprägniermethode. Anstelle des früher stark verbreiteten Tauchbades gewährleistet die Imprägnierung von außen den gezielten, effizienten Einsatz der Imprägniermittel. Vor allem aber bleibt die Funktionalität erhalten: Alle äußeren Einwirkungen werden abgewehrt, Schweiß wird aber weiter nach außen abgeleitet.

Zertifizierung
Dekontamination
- Schadstoffe von der PSA entfernen
- laborgeprüfte Waschverfahren mit spezifisch zusammengesetzten Waschmitteln
Desinfektion
- Viren und Krankheitserreger von der PSA entfernen
- Waschprogramme, die vom VAH e.V. oder RKI zertifiziert sind, kombinieren die richtigen Desinfektionsmittel mit den richtigen Waschtemperaturen

Trocknung
Bewegung und Reibung im drehenden Trockner beanspruchen das Material immens. Klären Sie deshalb dringend mit der Wäscherei, ob die PSA im Trockenschrank getrocknet wird.
Vorteile des Trockenschranks ohne mechanische Beanspruchung
Auch Stiefel und Helme können auf speziellen Vorrichtungen in den Trockenschrank.
Der Schutzanzug hat eine längere Lebensdauer, die Funktionalität der PSA bleibt erhalten:
- Handschuhe laufen nicht ein
- Beschichtungen werden nicht abgerieben
- Fasern werden geschont, kein Pilling
- Reflexstreifen und Klettverschlüsse bleiben intakt
Temperatur und Luftfeuchte lassen sich präzise steuern, bei 80°C wird die vom Hersteller aufgebrachte Imprägnierung reaktiviert bzw. die Nachimprägnierung aktiviert. Zu hohe Temperaturen werden vermieden.

Prüfung und Reparatur
Ist jedes Kleidungsstück voll funktionstüchtig?
Die Wäscherei übernimmt die sorgfältige Prüfung der Feuerwehrausrüstung gemäß der Herstellervorgaben.
Sind Reparaturen notwendig?
Falls ja, werden diese von der Wäscherei mit Originalmaterialien des Herstellers durchgeführt, wobei sie über die entsprechende Zertifizierung des Herstellers verfügt.
Einer Spezial-Wäscherei für den Feuerwehrbedarf können Sie den kompletten Kreislauf der PSA-Pflege anvertrauen. Damit die Feuerwehrschutzausrüstung gewiss in einwandfreiem Zustand zu Ihnen zurückkehrt.

Dokumentation
Was wurde alles in der Wäscherei gemacht? Für die Nachvollziehbarkeit sorgt eine akribische Dokumentation – über den Status von Dekontamination, Desinfektion und Imprägnierung, ggf. von Schäden und Reparaturen.